fbpx

Modul IV – Führen und Verändern – Sprach- und Verhaltensmuster

By 17. April 2018 Januar 15th, 2020 BLOG

Die Tage werden länger und wir lassen die dunkle Jahreszeit hinter uns. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Frühling eine gute Zeit ist, Veränderungen vorzunehmen. Das ist die Gelegenheit an den eigenen Sprach- und Verhaltensmuster zu arbeiten.

Die Teilnehmer des Jahrestrainings haben das im Modul IV getan. Sie haben sich mit den „Repäsentationssystemen“ vertraut gemacht. Unsere Sinnesorgane „filtern“ die äußeren Reize der Welt. Stimmen, Licht und körperliche Reize erreichen unser Gehirn über unsere Sinnesorgane. Sie repräsentieren zum Beispiel Empfindungen, Bilder oder Klänge.

Die fünf Repräsentationssysteme

  • Wir sehen…durch unser visuelles System.
  • Wir hören…das ist unser auditives System.
  • Wir fühlen und begreifen….mit unserem kinästhetischen System.
  • Wir riechen und nehmen Gerüche wahr…mit unserem olfaktorischen System.
  • Wir schmecken…mit unserem gustatorischen System.

Sofern uns keine körperlichen Einschränkungen daran hindern, stehen jedem von uns diese fünf Sinne zur Wahrnehmung der Welt zur Verfügung. Viele Menschen machen die Erfahrung, das sie ihre Sinneskanäle mit unterschiedlichen Schwerpunkten nutzen. 
Ist jemand zum Beispiel eher visuell orientiert, dann kommt dieser Schwerpunkt oft in seinem Sprachbild zum Ausdruck. Für diesen Menschen „sehen“ die Dinge gut aus – er „betrachtet“ eine Situation eher, als das er versucht zu „begreifen“ was vor sich geht. 

„Schau doch mal….“ oder „das sieht man doch auf den ersten Blick….“ – so oder so ähnlich spricht ein Mensch mit einer eher visuellen Orientierung. 
Für den eher kinästhetisch geprägten Menschen „fühlt“ sich ein Vorschlag zuweilen einfach noch nicht gut genug an. 
„Ich begreife das einfach nicht…..“ Oder „Ich habe bei der Sache ein mulmiges Gefühl….“ – das sind Aussagen aus der Welt des Kinästheten.

Im täglichen Miteinander treffen diese Repräsenationssysteme aufeinander. In meiner Arbeit treffe ich bei meinen Gesprächspartnern wiederkehrend auf Aussagen wie beispielsweise diese: „Wissen Sie Herr Andrees, oft denke ich, obwohl wir hier alle deutsch sprechen, die verstehen mich hier einfach nicht.“

Die Kenntnis der unterschiedlichen Repräsentationssysteme kann hierbei helfen. Und so verändert sich dann der Dialog:

Vorher:

Mitarbeiter: „Chef, die Sache schmeckt mir gar nicht……das Sie immer wieder……. Nach meinem Geschmack ist das gar nicht wenn……

Chef: Aber Peter, schau doch mal…..darüber müssen wir doch gar nicht immer wieder reden. Wenn Du gründlicher hinsehen würdest…..Und außerdem sieht ein Blinder…..

Nachher:

Mitarbeiter: „Chef, die Sache schmeckt mir gar nicht……das Sie immer wieder……. Nach meinem Geschmack ist das gar nicht wenn……

Chef: „Peter, jetzt lass Dir die Sache dorch ganz langsam auf der Zunge zergehen….. Vielleicht fehlt da einfach noch das Salz in der Suppe….wir sollten möglicherweise…..“

Und schon verändert sich der Dialog. Aus Unverständnis wird „sich verstanden fühlen“. Im ersten Schritt empfehle ich den eigenen Schwerpunkt der Repräsentationssysteme heraus zu finden. Achten Sie in Zukunft darauf, ob Sie das Repräsentationssystem im Sprachbild Ihres Dialog-Partners erkennen können. Testen Sie ob sich die Gesprächsatmosphäre verändert oder ob Sie schneller zum Ziel kommen, wenn Sie Ihr Sprachbild dem, Ihres Gegenübers anpassen. 

In einem 360 Grad Blick auf die vier Kommunikationsumgebungen: Kunden, Mitarbeiter, Vorgesetzte und Kollegen fällt es leicht unterschiedliche Schwerpunkte der Repräsentationssysteme zu entdecken. Ich habe vor circa 25 Jahren von den Repräsentationssystemen erfahren. Seither hatte ich viele Gelegenheiten, dieses Wissen für mich hilfreich und mitunter sogar recht gewinnbringend anzuwenden.

Mit besten Grüßen

Oliver Andrees

PS. Dies eine stark vereinfachte Darstellung. Unter dem Stichwort Repräsentationssysteme oder VAKOG finden Sie im Internet viele vertiefende Artikel zu diesem Thema

Leave a Reply

*

RÜCKRUF-SERVICE